Sehenswertes

Spektakuläres gibt es nicht zu sehen in Nandlstadt. Aber für Menschen, die einen Blick fürs Detail, fürs Kleine haben, bieten der Ort und seine Umgebung viel.

NandlstadtMarkanter Ortsmittelpunkt ist das neugotische Rathaus aus dem 19. Jahrhundert mit seinem charakteristischen Türmchen. In den Jahren 2003/2004 erhielt das historische Gebäude einen modernen Anbau, der sich harmonisch an die alten Räumlichkeiten anfügt. 

Geht man von dort die Marktstraße mit ihren behäbigen Bürgerhäusern entlang in südlicher Richtung, kommt man zur Pfarrkirche St. Martin mit dem 52 m hohen Spitzturm. Die Kirche war ursprünglich neuromanisch, wurde aber Anfang der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts modernisiert.

Und wie wäre es dann mit einer kleinen Wanderung oder Radltour zu den sakralen Kostbarkeiten in der nahen Umgebung?

Das kleineWallfahrtskircherl St. Sylvester in Airischwand aus dem 13. Jahrhundert beispielsweise. ein gotischer Ziegelbau, der sich wunderschön in die Umgebung einfügt und mit einen sehr stimmungsvollen Innenraum hat. Eine romanische Holzplastik von Papst Sylvester und eine frühgotische Gottesmutter mit Kind zeigt Sepp Selmayer, der durch die Kirche führt, den Besuchern immer voller Stolz. Die Kirche kann nach Vereinbarung besichtigt werden, Tel. 08756-1276.

Oder wie wäre es mit einer kleinen Wanderung von Nandlstadt über Reith zur Brünnlkapelle? Sie gehen dazu über die Moosburger Straße bis zur Abzweigung Reith. Dort verlassen Sie die Moosburger Straße und gehen einfach immer geradeaus durch den Ort. Gleich nach dem letzten Hof beginnt der Feldweg, der zur Brünnlkapelle führt. Diese Maria-Hilf-Kapelle wurde 1849 gebaut. Das Gnadenbild in der Kapelle ist dem von St. Peter in München nachgebildet. In der Kapelle sind viele Votivtafeln, die die Volksfrömmigkeit von früher bis in die Gegenwart eindrucksvoll dokumentieren.

Und von da ist es nur mehr ein Stück den Berg hoch bis Baumgarten, das recht malerisch auf einem Höhenrücken liegt. Der Namenspatron der Dorfkirche ist der hl. Nikolaus. Turm und Chor stammen noch aus dem 14. Jahrhundert. Allerdings wurde das ursprüngliche Satteldach des Turms durch eine Zwiebelhaube ersetzt. Ob Sie dann noch weiter wandern wollen Richtung Andorf (dann in Baumgarten links abbiegen) oder Richtung Tölzkirchen (nach rechts), bleibt Ihnen überlassen. Die Seele baumeln lassen kann man in dieser Landschaft in jeder Richtung.

Zu einem ganz besonderen Kleinod kommen Sie, wenn Sie in Baumgarten der Hauptstraße nach rechts folgen und Richtung Altfalterbach weitergehen. In dem kleinen Ort steht eine schlichte, aber wunderschöne kleine Kapelle aus dem Jahr 1172. Sie ist dem Hl. Johannes dem Täufer geweiht und als europäisches Kulturdenkmal anerkannt. Für eine Besichtigung wenden Sie sich bitte an Frau Mooshofer, Altfalterbach 16.